⚗️ Chrom (als Chrompicolinat)
Chrom ist das einzige Spurenelement in der Formulierung und nimmt eine Sonderstellung ein: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat bestätigt, dass Chrom zu einem normalen Makronährstoff-Stoffwechsel beiträgt – ein zugelassener Health Claim gemäß VO (EU) Nr. 432/2012.
Über diesen anerkannten Beitrag hinaus hat die Forschung weitere Zusammenhänge untersucht. Eine systematische Übersichtsarbeit von Tian et al. (2013) in Nutrition & Metabolism wertete mehrere randomisierte kontrollierte Studien aus und kam zu dem Ergebnis, dass eine Chromsupplementierung moderate Effekte auf Blutzucker- und Lipidparameter zeigen kann. Besonders Chrompicolinat – die in Evitrol verwendete Form – gilt aufgrund seiner hohen Bioverfügbarkeit als gut untersuchte Darreichung.
🍵 Grüntee-Extrakt (Camellia sinensis)
Grüntee-Extrakt zählt zu den am intensivsten erforschten Pflanzenstoffen im Kontext des Energiestoffwechsels. Im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses steht dabei das Catechin Epigallocatechingallat (EGCG), dem in Verbindung mit Koffein eine Rolle bei der Thermogenese zugeschrieben wird.
Eine vielzitierte Grundlagenstudie von Dulloo et al. (1999) im American Journal of Clinical Nutrition zeigte in einem placebokontrollierten Setting, dass die Kombination aus EGCG und Koffein den Energieverbrauch in Ruhe signifikant steigern konnte. Zehn Jahre später bestätigte eine umfassende Metaanalyse von Hursel et al. (2009) im International Journal of Obesity diesen Befund über mehrere Studien hinweg – wenngleich die Autoren betonten, dass die Effektgrößen individuell stark variieren können.
🌿 Berberin-HCl
Berberin ist ein pflanzliches Alkaloid, das seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen und ayurvedischen Kräuterkunde Verwendung findet. Die moderne Forschung hat sich besonders intensiv mit seiner Rolle im Glukosestoffwechsel auseinandergesetzt.
In einer klinischen Studie von Zhang et al. (2008) im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism wurde Berberin über einen Zeitraum von drei Monaten an Probanden mit metabolischen Auffälligkeiten untersucht. Die Ergebnisse legten nahe, dass Berberin günstige Effekte auf verschiedene Stoffwechselparameter haben kann. Ergänzend dazu wertete eine Metaanalyse von Hu et al. (2012) mit Daten aus 14 randomisierten Studien diese Beobachtungen aus und bestätigte die Ergebnisse.
🍎 Apfelessig
Apfelessig wird seit langem als Hausmittel geschätzt, doch auch die Ernährungswissenschaft hat sich dem Thema gewidmet. Besonderes Interesse gilt der enthaltenen Essigsäure und ihrem Einfluss auf das Sättigungsempfinden.
Eine kontrollierte Studie von Kondo et al. (2009) in Bioscience, Biotechnology, and Biochemistry untersuchte über 12 Wochen die tägliche Einnahme von Essig. Die Autoren berichteten von messbaren Veränderungen bei Körpergewicht und Körperfettanteil im Vergleich zur Placebogruppe. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Essigsäure modulierende Effekte auf den Fettstoffwechsel haben könnte.
☘️ Ingwer (Zingiber officinale)
Die Ingwerwurzel ist weit mehr als ein Küchengewürz. Ihre bioaktiven Verbindungen – allen voran die Gingerole und Shogaole – sind Gegenstand zahlreicher Studien.
Eine systematische Übersichtsarbeit von Maharlouei et al. (2019) in Critical Reviews in Food Science and Nutrition analysierte 14 Studien mit insgesamt über 470 Teilnehmern. Das Fazit der Autoren: Die vorliegenden Daten deuten darauf hin, dass Ingwer günstige Effekte auf Körpergewicht und Taillenumfang haben kann, insbesondere wenn die Einnahme über einen längeren Zeitraum erfolgt.
⚗️ Zimt-Extrakt (Cinnamomum cassia)
Cassia-Zimt steht vor allem wegen seines Einflusses auf den Blutzuckerspiegel im Fokus der Ernährungsforschung. Stabile Blutzuckerwerte gelten als ein relevanter Faktor im Kontext des Gewichtsmanagements, da sie Heißhungerattacken vorbeugen können.
Eine Metaanalyse von Allen et al. (2013) in den Annals of Family Medicine fasste die Ergebnisse aus 10 randomisierten kontrollierten Studien zusammen. Die Auswertung zeigte, dass Zimtextrakt die Nüchternblutzuckerwerte signifikant senken konnte – ein Befund, der über mehrere Studiendesigns hinweg konsistent war.
🍊 Bitterorange (Citrus aurantium L.)
Das in der Bitterorange enthaltene Synephrin ist strukturell mit Adrenalin verwandt und wird seit Jahren als natürlicher Inhaltsstoff im Bereich des Energiestoffwechsels erforscht.
Eine umfassende Übersichtsarbeit von Stohs et al. (2012) im International Journal of Medical Sciences wertete die verfügbare Literatur zu Sicherheit und physiologischen Effekten von Synephrin aus. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass p-Synephrin in üblichen Dosierungen keine klinisch relevanten Auswirkungen auf Herzfrequenz oder Blutdruck zeigte und gleichzeitig einen Beitrag zum Energiestoffwechsel leisten könnte.
🌶️ Cayenne (Capsicum annuum)
Capsaicin – der Scharfstoff in Cayennepfeffer – gehört zu den am besten untersuchten natürlichen thermogenen Substanzen. Seine Fähigkeit, Wärmeproduktion und Energieverbrauch im Körper anzuregen, ist Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten.
Eine systematische Übersichtsarbeit von Whiting et al. (2012) im Fachjournal Appetite analysierte die vorliegenden Humandaten und kam zu dem Ergebnis, dass Capsaicinoide den Energieverbrauch um durchschnittlich rund 50 kcal pro Tag steigern können. Die Autoren merkten an, dass dieser Effekt zwar moderat ausfällt, über längere Zeiträume aber kumulativ relevant werden kann.
🌱 Banaba-Extrakt (Lagerstroemia speciosa)
Banaba-Blätter enthalten Corosolsäure, einen Triterpenoid, der vor allem in der südostasiatischen Pflanzenheilkunde eine lange Tradition hat. Die wissenschaftliche Untersuchung dieses Inhaltsstoffs hat erst in den letzten zwei Jahrzehnten Fahrt aufgenommen.
In einer klinischen Studie von Judy et al. (2003) im Journal of Ethnopharmacology erhielten Probanden standardisierten Banaba-Extrakt über einen Zeitraum von zwei Wochen. Die Ergebnisse deuteten auf eine Senkung der Blutzuckerwerte hin. Wenngleich die Studienlage zu Banaba insgesamt noch begrenzt ist, reiht sich der Befund in das Gesamtbild pflanzlicher Stoffe mit glukosemodulierenden Eigenschaften ein.
⭐️ Koreanischer Ginseng (Panax ginseng)
Panax ginseng ist eine der am umfangreichsten erforschten Heilpflanzen der Welt. Im Kontext des Gewichtsmanagements konzentriert sich das Forschungsinteresse auf die Ginsenoside – die biologisch aktiven Saponine der Pflanze.
Eine Übersichtsarbeit von Park et al. (2014) im Journal of Ginseng Research analysierte präklinische und klinische Daten und kam zu dem Ergebnis, dass Ginsenoside über verschiedene Mechanismen – darunter Einflüsse auf den Fettstoffwechsel und die Insulinsensitivität – eine unterstützende Rolle spielen könnten.
🍇 Resveratrol (aus Polygonum cuspidatum)
Resveratrol, ein Polyphenol aus der Gruppe der Stilbene, erlangte zunächst als Bestandteil von Rotwein Bekanntheit. Heute wird es vor allem aus dem Japanischen Staudenknöterich gewonnen und gilt als vielversprechender Forschungsgegenstand im Bereich des Stoffwechsels.
Eine Metaanalyse von Mousavi et al. (2019) in Obesity Reviews wertete 28 randomisierte kontrollierte Studien aus. Die Autoren fanden signifikante Effekte auf Körpergewicht und BMI, insbesondere bei längerer Einnahmedauer. Bereits zuvor hatte eine Studie von Timmers et al. (2011) in Cell Metabolism gezeigt, dass Resveratrol metabolische Prozesse auf zellulärer Ebene beeinflussen kann.
📚 Quellenhinweis
Alle auf dieser Seite genannten Studien sind in internationalen Fachjournalen mit Peer-Review-Verfahren veröffentlicht und über die Datenbank PubMed (National Library of Medicine, USA) zugänglich. Die Verlinkungen führen direkt zu den jeweiligen Einträgen.
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